Die Wasserwirtschaft steht zukünftig mehreren Herausforderungen gegenüber. Faktoren wie der Fachkräftemangel, die Demographie und der Klimawandel erfordern langfristige Strategien, damit sich wasserwirtschaftliche Betriebe nachhaltig und ZukunftSICHER! dagegen wappnen können.

Standardkonfiguration von Schaltanlagen- und Datentechnik beim LANUV

Die Verantwortlichen des LANUVs (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW) nutzen diese Herausforderungen als Chance und wenden auf Basis gesetzlicher Grundlagen (§ 89 LWG; zu § 88 WHG*[1]) die allgemein anerkannten Regeln der Technik (WMO CIMO Guide Nr. 8, VDI 3786, DWD EBAN und VuB3 THB) an: Das Ziel eines gemeinsamen Fördermittelprojektes mit der HST Systemtechnik und der Hochschule Hof war u.a. die Erarbeitung der Standardkonfiguration für eine einheitliche elektro- und messtechnische Ausstattung von Klimamessstellen im Land NRW. Die hydrometeorologischen Messstellen sind unter anderem wesentlicher Grundbaustein der zukünftigen Hochwasserzentrale des Landes NRW. 

Durch die Standardkonfiguration wird der Betrieb von mehr oder minder komplexen auch cloudbasierten Messnetzen für jeden Betreiber vereinfacht. Das gilt selbst bei Zusammenschluss von z.B. Pegel-, Niederschlags-, Bodenfeuchtemessnetzen. Unter diesen Bedingungen entsteht ein Synergieeffekt, der vor allem bei der weiteren Datenverarbeitung zum Tragen kommt.

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

Mit der Gründung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) im Jahre 2007 wurden die Themenbereiche Natur, Umwelt und Verbraucherschutz unter einem Dach zusammengeführt. Seitdem werden die zunehmend komplexen Fragestellungen dieser Themen für Behörden, Politiker und vor allem für die Menschen in Nordrhein-Westfalen fachübergreifend von einer einzigen Fachbehörde kompetent bearbeitet.

Eine Grundlage für die Themenbereiche Natur, Umwelt und Klima ist ein dichtes Netz von hydrometeorologischen Messstellen, mit dem das LANUV die Boden-, Wasser- und Luftqualität in Nordrhein-Westfalen kontinuierlich überwacht.

Mit dem Betrieb von rund 300 Messstellen ist das hydrometeorologische Messnetz des LANUV nicht nur ein wesentlicher Grundbaustein der zukünftigen Hochwasserzentrale des Landes NRW. Es leistet unter anderem einen wesentlichen Beitrag zur Ermittlung von Grundlagendaten zur Daseinsvorsorge und zum Katastrophenschutz, zur Bilanzierung und Bewertung von Größen des Wasserhaushalts und des Klimamonitorings. Sämtliche Daten werden automatisch in ein cloudbasiertes Datenportal (SCADA.web) überführt und zukünftig auch hier sukzessiv Anwendern zur Verfügung gestellt.

Standardisieren Sie Ihre Betriebsabläufe und -ausstattung zur Erhöhung Ihrer Sicherheit!

Um das Ziel der Vereinheitlichung zu erreichen, ist zuerst eine Bestandsaufnahme notwendig. Hier werden Ausstattung und Zustände vorhandener Stationen erfasst und analysiert, um den technischen Ausrüstungsstandard festzulegen und umzusetzen. Die letztendliche Entwicklung einer Standardkonfiguration erfordert tiefgreifende Fachkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen und somit mehrere Spezialisten unter einem Dach.

Die Standardkonfiguration der Schaltschränke ergibt eine einheitliche Betriebsbasis und optimiert das Betriebsmanagement innerhalb des eigenen Messnetzes. Ferner vereinfacht es den Zusammenschluss von Partnermessnetzen unterschiedlicher Betreiber. Mit der Standardkonfiguration der Schaltschränke wird der Betrieb in Bezug auf Bedienung, Ersatzteilbeschaffung und Wartung erleichtert. Hierbei ist entscheidend, dass die Schaltschränke einen Niederspannungs-Bereich haben. Auf Basis dieser Standardkonfiguration können Mitarbeiter ohne elektrotechnische Fachqualifikation festgelegte, werkzeugfreie Wartungstätigkeiten ausführen. Die Mitarbeiter werden in jährlichen Online-Schulungen der HST-Akademie auf die Aufgaben als Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP) vorbereitet. Insgesamt werden die Fachkräfte stark entlastet.

Weiterführende Links

[1] (…) gilt entsprechend für Gemeinden und Gemeindeverbände, Wasserverbände und andere öffentlich-rechtliche Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, soweit diese zur Erfüllung ihrer Aufgaben Grundlagen des Wasserhaushalts ermitteln. Sie gelten ebenfalls für Personen privaten Rechts, soweit diese zur Erfüllung einer gesetzlichen Pflicht oder aufgrund von Pflichten, die ihnen auf Grund wasserrechtlicher Bestimmungen obliegen, Grundlagen des Wasserhaushalts ermitteln.

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Bitte geben sie bei Sanierungen die bestehende Schwellenlänge ein und bei Neubauprojekten eine geplante Schwellenlänge ein. Im konkreten Dimensionierungsfall wenden sie sich bitte an die Kolleginnen und Kollegen im Planerservice

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Bei der Dimensionierung und Konfiguration von Rechen und Sieben/Abflussregelungen/Reinigungseinrichtungen gibt es zahlreiche weitere Aspekte und Erfahrungen zu berücksichtigen. Einige können wir über unsere Checkliste erfahren, am leichtesten und sicher ist es jedoch im Gespräch mit unseren Fachingenieuren im Planerservice die Rahmenbedingungen und Anwendung im Dialog abzustimmen. Dort können Fragen zur hydraulischen sicheren Bemessung und Auslegung, zur Anordnung, zur Einbringung in das Bauwerk, zur Schaltanlage, zu Anschlüssen und Kabelwegen, zur Prozessüberwachung und Wartung individuell erörtert werden. Mit den gewonnenen Informationen können wir Ihnen dann einen passgenauen und zukunftssicheren Vorschlag ausarbeiten!