StauraumAKTUELL! – Volume 1

📢StauraumAKTUELL! - Erste Umfrageergebnisse & Praxisbeispiel

Vielen Dank, dass Sie an der Befragung "Dresdner Drehbogen – Lösungen zur Stauraum- und Netzbewirtschaftung" teilgenommen haben. Zur Erinnerung: Im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) analysieren wir erneut die Potentiale des Dresdner Drehbogens.

Wie zugesagt, präsentieren wir Ihnen in dieser ersten Ausgabe "StauraumAKTUELL!" erste Ergebnisse aus der Umfrage sowie ein interessantes Praxisbeispiel.

Erste Umfrageergebnisse
Nach der Befragung von 72 Experten der Siedlungswasserwirtschaft in Deutschland zeigt sich folgendes Ergebnis:
Überwiegend werden noch feste Wehrschwellen gebaut, da feste Wehrschwellen einfacher zu planen sind. Des Weiteren vertritt der Kreis der Befragten die Auffassung, dass feste Wehrschwellen kostengünstiger sind.

Ob sich die vorgetragenen Argumente tatsächlich bestätigen, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe. Spezifisch gehen wir auf die Kosten des Stauraums ein und bewerten den CO2-Fußabdruck für bauliche Maßnahmen.
Praxisbeispiel
Anhand bundesweiter Projekte, die auch zur Nachahmung geeignet sind, betrachten wir, wie zusätzlicher Stauraum geschaffen wurde.
  • Projekt: Regenüberlaufbecken Am Moselbach in Waltrop
  • Aufgabenstellung: Aktivierung von Stauraum
  • Lösung: Einsatz eines schwimmergesteuerten Wehres (in diesem Fall ASK-Wehr) zur Stauraumaktivierung durch die Nutzung der Überströmungshöhe
Die Stadt Waltrop hat eine Lösung gesucht, mit der die Anforderung weiteren Stauraum zu schaffen, erfüllt wird. Zunächst sollte in der ersten Planung ein neues Regenbecken gebaut werden. Diese kostenaufwendigen Baumaßnahmen konnten mit dem Einsatz eines schwimmergesteuerten Wehres reduziert werden. So wurde mit einer Investition von 96.675,07€ 1.200 m³ zusätzlicher Stauraum geschaffen - und das ohne große bauliche Maßnahmen.

Zur Erläuterung: Am Beckenüberlauf eines Durchlaufbeckens wurde ein schwimmergesteuertes Wehr installiert. Dieses Wehr sorgt dafür, das Stauvolumen im Bereich der Überströmungshöhe des Beckenüberlaufes durch einen - unabhängig von der Entlastungsmenge - konstanten Wasserspiegel  zu aktivieren. Dies hat zudem den Vorteil, dass der Klärüberlauf nicht mehr gedrosselt werden muss. Da der maximale Wasserspiegel konstant bleibt, kann am Klärüberlauf ein klar definierter Abfluss stattfinden – mit einer genau bestimmten Überfallhöhe, die den Abfluss steuert.
Sie möchten das nächste Praxisbeispiel werden? Dann sprechen Sie mich gerne an, um Ihr Projekt vorzustellen. Sofern Sie eine Idee für ein Stauraumprojekt haben und sich dazu austauschen möchten, freuen wir uns über den Dialog. Sie möchten uns einen weiteren Kontakt für die Experten-Umfrage vermitteln? Sprechen Sie uns gerne an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Wenn Sie nicht bis zur nächsten Ausgabe warten möchten, um mehr über Stauraum- und Netzbewirtschaftung zu erfahren, bietet die 2. Online-Impulsveranstaltung des Bundesverbands KOMMUNAL 4.0 e.V. eine ideale Gelegenheit. Dort zeigt Tobias Wiese - Experte der Netzbewirtschaftung, welche neuen Möglichkeiten KI in der Netzbewirtschaftung bietet. Weitere Informationen finden Sie hier.
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