IntelliNet

IntelliNet ist ein umfassendes System von einzelnen, autonomen Systemen und intelligenten Objekten in der Wasser- und Abwasserwirtschaft. Lokale, autonom gesteuerte Systeme, wie Staukanäle, Regenbecken, Pumpwerke und Kläranlagen, werden durch räumlich und logisch übergeordnete Steuerungsverfahren ergänzt.

Die grundlegenden Komponenten eines IntelliNet-Systems beinhalten Sensorik, Aktorik, Automatisierungs- und Kommunikationstechnik.

Die IntelliNet Anwendungen sind vielfältig und richten sich nach der Zielstellung. Dazu gehören z.B. die Stauraum- oder Beckenbewirtschaftung und Pumpwerkssynchronisierung.

    1. Stauraum- oder Beckenbewirtschaftung
      • Auswertung der Füllgrade, und somit der Staupotentiale, um bei ungleicher Beregnung des Einzugsgebietes Weiterleitungsmengen individuell zu steuern
      • bessere Ausnutzung obenliegender Becken
      • schnellere, synchronisierte Entleerung nach einem Ereignis, um Staupotential schnell wieder freizugeben.
      • Erhöhung von Weiterleitungsmengen bei mangelnder Auslastung der KA
      • Festlegung von Zielsetzungen, z.B. strikte Vermeidung von Entlastungen an bestimmten, einzelnen Stellen bei Inkaufnahme von Entlastungen an anderen Stellen.
    2. Pumpwerkssynchronisierung

Durch Synchronisierung der Pumpen einzelner Pumpenwerke soll ein verstetigter, gleichmäßiger Abfluss im Kanal erzeugt werden, um die Effektivität der Pumpwerke hinsichtlich des Energieverbrauchs und der Lebensdauer zu steigern.

Weiterhin können in das IntelliNet andere Systeme integriert werden und es kann mit anderen externen Systemen Daten austauschen. Das sind z.B.:

  • AWS Schwenkstrahlreiniger mit IntelliGrid zur Beckenreinigung
  • HSR Rechen mit IntelliScreen zum effektiven Rückhalt von festen Schadstoffen
  • KANiO® zur technischen Betriebsführung (Instandhaltung, Wartung)
  • SCADA zur Prozessüberwachung, Alarmierung, Auswertung und -Protokollierung

Ihre Vorteile

  • Vermeidung des Baus neuer Sonderbauwerke oder Erweiterung bestehender Anlagen
  • Vermeidung unnötiger Entlastungen bei z.B. ungleichmäßigen Niederschlägen
  • Steuerung des maximalen Zuflusses zu den Kläranlagen, um Überkapazitäten in Pumpstationen und Kläranlagen zu vermeiden
  • Möglichkeit zur Festlegung des Entlastungsortes, wenn die Entlastung unvermeidbar ist.
  • Optimierung des Betriebs im Hinblick auf die Leistung des Netzes, den Verbrauch von Ressourcen (Personal, Energie) und die Lebensdauer der Ausrüstung.

Anwendungen

  • Beckenbewirtschaftung
  • Pumpwerkssynchronisierung
  • Kanalnetzbewirtschaftung
  • Wasserversorgung

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Tobias Wiese

Product- and Projectengineering
tobias.wiese@hst.de