HST Praxistipp: Regelorganoptimierung in Meerbusch: Bestandsanlagen sind fit für die neue Maschinenverordnung

HST Praxistipp - Regelorganoptimierung in Meerbusch: Bestandsanlagen sind fit für die neue Maschinenverordnung
Ab 20. Januar 2027 löst die neue EU-Maschinenverordnung (VO (EU) 2023/1230) die bisherige Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ab. Für Betreiber von Stauraumkanälen, Pumpwerken und weiteren wasserwirtschaftlichen Anlagen ergeben sich daraus erweiterte Anforderungen an Sicherheit, an Dokumentation und an den Umgang mit Bestandsanlagen.


Dem Betreiber einer Anlage kann gemäß EU-Maschinenverordnung unter anderem bei unsachgemäßer Dokumentation oder auch bei Eigenkonstruktionen, die Herstellerhaftung auferlegt werden. Insbesondere dann, wenn wesentliche Veränderungen oder Ertüchtigungen an bestehender Ausrüstung anstehen. Wer ohnehin vor der Frage steht, ob ein Bauwerk saniert, ertüchtigt oder neu gebaut werden soll, muss die EU-Maschinenverordnung und alle anderen neuen Vorgaben - wie KARL, KRITIS und NIS2 – frühzeitig einbeziehen.

In Meerbusch konnte die Abwassermenge aus zwei Kanälen zum Übergabepumpwerk nicht hinreichend reguliert werden. Im Stauraumkanal entsprach insbesondere das vorhandene Drosselorgan nicht mehr dem Stand der Technik und das ASA-Wehr musste upgegraded werden. Im zweiten Kanal war eine Durchflussmessung für zuverlässige Daten erforderlich.

Ziel war es daher, den Stauraumkanal durch ein Upgrade des ASA-Wehrs und den Einbau einer elektromechanischen Drossel wieder in Betrieb zu nehmen. Die Vorgaben dabei waren: kein kostenintensiver Neubau des Drosselschachtes, keine zusätzlichen Abschläge vor dem Pumpwerk und eine Regelung für den parallelen Zufluss aus zwei Kanälen zum Übergabepumpwerk entsprechend der vorgegebenen Weiterleitungsmenge.

Prüfen Sie, ob Ihre Bestandsanlagen die Anforderungen der neuen Maschinenverordnung bereits erfüllen oder ob eine gezielte Ertüchtigung erforderlich ist!

Mehr zu Ausgangslage Meerbusch
Zwischen 2021 und 2023 wurde in Meerbusch der Zulauf zur Düsseldorfer Kläranlage erneuert. Die vorhandene Drossel wurde durch eine Anaconda ersetzt, das ASA-Wehr und zwei Schaltanlagen wurden erneuert. Die Durchflussmessung im zweiten Zulaufkanal zum Übergabepumpwerk wurde mit dem HST-UFO System ausgestattet. Alle Anlagen wurden miteinander über SCADA.web vernetzt und werden jetzt übergeordnet mit IntelliNet geregelt. Damit lässt sich der Abfluss präzise steuern.
 
In Meerbusch war die besondere Herausforderung aus zwei ungeregelten Zuläufen zum Übergabepumpwerk eine zukunftssichere Zulaufregelung zu erstellen. Zur elektromechanischen Abflussregelung wurde eine trocken aufgestellte Anaconda mit Revisionsöffnung im vorhandenen Bauwerk eingebaut. Die präzise Abflussregelung wurde durch die erstmalige Anwendungskalibrierung am HST-Prüfstand in Schliengen unter realen Strömungsbedingungen sichergestellt. So haben die Werte auch vor Behörden und Sachverständigen (z. B. nach EKVO, SüwVO Abw) Bestand. Die Anaconda erfasst und regelt dabei die Durchflussmenge kontinuierlich per Sensorik. In Kombination mit IntelliFlow wird die Regelung zusätzlich selbstüberwachend und selbstkalibrierend.

Prüfen Sie, ob Ihre Durchfluss- und Abflussmessung auch unter realen Strömungsbedingungen die geforderte Rechtssicherheit bietet!

Mehr zu Durchfluss, Abfluss, Überfall
Durch die Vernetzung aller Komponenten – ASA-Wehr, Anaconda und HST-UFO – mit IntelliNet wird aus der reinen Ertüchtigung sogar eine intelligente Steuerung: Der Zufluss aus den zwei Kanälen zum Pumpwerk wird direkt geregelt, Schwankungen werden automatisch gemeldet, dokumentiert und ausgeglichen.
 
Gerade im Hinblick auf die Konformitätsbewertung nach der neuen Maschinenverordnung zahlt sich die Dokumentation doppelt aus: Sicherheitsrelevante Funktionen und das Zusammenspiel der Komponenten aus einer Hand lassen sich systematisch bewerten und dokumentieren.

Prüfen Sie, ob Ihre Steuerungssysteme bereits intelligent arbeiten oder welche Schritte dafür erforderlich sind!

Mehr zu intelligenter Maschinensteuerung

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Planerservice

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Bei der Dimensionierung und Konfiguration von Rechen und Sieben/Abflussregelungen/Reinigungseinrichtungen gibt es zahlreiche weitere Aspekte und Erfahrungen zu berücksichtigen. Einige können wir über unsere Checkliste erfahren, am leichtesten und sicher ist es jedoch im Gespräch mit unseren Fachingenieuren im Planerservice die Rahmenbedingungen und Anwendung im Dialog abzustimmen. Dort können Fragen zur hydraulischen sicheren Bemessung und Auslegung, zur Anordnung, zur Einbringung in das Bauwerk, zur Schaltanlage, zu Anschlüssen und Kabelwegen, zur Prozessüberwachung und Wartung individuell erörtert werden. Mit den gewonnenen Informationen können wir Ihnen dann einen passgenauen und zukunftssicheren Vorschlag ausarbeiten!