Durchfluss bezeichnet die Menge eines Wassers oder Abwassers, die in einer bestimmten Zeiteinheit einen definierten Querschnitt passiert. Im HST-Kontext ist der Durchfluss eine zentrale Kenngröße zur Beurteilung, Regelung und Optimierung wasserwirtschaftlicher Anlagen und Systeme. Er dient als Grundlage für die Abflussregelung, die Auslegung von Bauwerken sowie die Überwachung von Betriebszuständen. Damit ist der Durchfluss ein wesentlicher Parameter für Betriebssicherheit, Netzbewirtschaftung und einen ressourceneffizienten Anlagenbetrieb.
Aus Sicht eines Ingenieurs ist Durchfluss die physikalische Größe, die angibt, welche Menge eines Mediums (meist Flüssigkeit oder Gas) pro Zeiteinheit durch einen bestimmten Querschnitt (z.B. eine Rohrleitung oder ein Kanal) strömt. Durchfluss ist eine zentrale Planungs‑ und Betriebsgröße, etwa bei Rohrleitungen, Pumpen, Kanälen, Entwässerungssystemen oder in der Prozessindustrie. In der Messtechnik werden Durchflussmesser eingesetzt, um den Durchfluss zu erfassen und Hydraulik, Energieverbrauch oder Prozessabläufe zu regeln und zu überwachen.
Der Durchfluss wird als Volumenstrom Q bezeichnet und meist in m3/s oder l/s angegeben; er beschreibt, wie viel Volumen pro Sekunde durch einen Querschnitt fließt. In der Strömungsmechanik gilt die Beziehung Q=A⋅v, wobei A die Querschnittsfläche und v die mittlere Strömungsgeschwindigkeit ist.